1806
Teilnahme eines "Bürgerkorps", aus dem sich später das Bürgermilitär gründete, bei der Übergabe von Neuhausen und Pfauhausen von Kurbaden an das Königreich Württemberg.

Da davon auszugehen ist, das diese Vereinigung sich mindestens ein Jahr vorher gegründet hat, wird die Gründung auf das Jahr 1805 datiert.Das Bürgermilitär wurde bei den Prozessionen von einer Kapelle, der so genannten "Türkischen Musik", begleitet. Hierbei handelte es sich um eine Musikkapelle die mit Streichern, Bläsern und Schlagzeug besetzt war.
Im Schwäbischen Merkur Jahrgang 1806 ist auf Seite 690 unter Datum 20.November zu lesen: "„Huldigungsfeier. Neuhausen auf den Fildern. Die schon längst gehofften freudigen Tage, die Herrschaft Neu - und Pfauhausen, welche in kurzer Zeit so manchem Wechsel ausgesetzt war, erfolgten endlich den 17. und 18. dieses und vereinigten diese Orte mit einem Lande, dem sie ihrer Lage wegen längst zugetan waren und mit dem sie so sehnlichst die Früchte der mildesten und weisesten Regierung zu teilen wünschten. Beide Orte wurden an obenbemeldeten Tagen durch den Bevollmächtigten Seiner Hoheit des Großherzogs von Baden, Geheimen Hofrat Sensberg, an den von seiner Königlichen Majestät von Württemberg Allerhöchst kommittierten Hof - und Finanzrat Weckherlin, des Königlichen Civildienstordens Ritter, übergeben, und von letzterem nach voraufgegangener auf die Feierlichkeit passender Rede der Dienerschaft und Geistlichkeit sowie sämtlichen Untertanen der Dienst - und Huldigungseid abgenommen. Die Freude über dieses glückliche Ereignis äußerte sich nicht nur laut durch die veranstalteten auf dem Lande möglichen Feierlichkeiten, sondern es wurde auch in der Kirche eine dem festlichen Tage anpassende Rede von Dekan Steigentesch, dann ein musikalisches Hochamt und Tedeum gehalten, dem die ganze Einwohnerschaft mit Andacht beiwohnte.


Nach dem geendigten Gottesdienste ging der feierliche Zug, begleitet von der türkischen Musik durch das in Reihen aufgestellte Bürgerkorps in das Amtshaus, wo ein ländliches Mittagsmahl veranstaltet war, und woselbst auf das Höchste Wohl Seiner Majestät des Königs und des ganzen Königlichen Hauses unter mehrmaliger Abfeuerung der Pöller getrunken, und somit der frohe Tag unter den aufrichtigen Wünschen aller Anwesenden für das ununterbrochene Wohl Seiner Königlichen Majestät beschlossen wurde. Den 20. November 1806. Königlich Württembergisches Stabsamt".



1852
Aus dem "Bürgerkorps" gründet sich die Militärgesellschaft Neuhausen ( Quelle: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 146, Bü 4111). Das Königliche Oberamt Esslingen empfahl in seiner Stellungsnahme zu der Militärgesellschaft Neuhausen dem Königlichen Ministerium des Innern, dass diese Gesellschaft auch anstelle der Bürgerwehren, für polizeiliche Zwecke zur Einhaltung der öffentlichen Ordnung auf Anforderung der Orts und Bürgerlichen-Polizeibehörde zu verwenden wäre. Dem Bittgesuch der Militärgesellschaft an den König, um kostenlose Überlassung aus dem Königlichen Arsenal von 50 Gewehren, Seitengewehren und Lederwerk, wurde jedoch nicht entsprochen. Die Ausrüstung musste von der Gesellschaft später selber beschafft werden.

1868
Vereinheitlichung der Uniform: blaue Röcke, weiße Hosen, Käppis.


1887

 

 Links das älteste uns bekannte Foto der damals noch Bürgermilitär genannten Bürgergarde. Bei dem Herrn mit der weißen Schürze handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Ochsenwirt. Das Foto wurde vor der Zehntscheuer, dort befindet sich heute ungefär die Neuhäuser Bank, aufgenommen.

 

1893


Anschaffung neuer Gewehre.

 

1900


Der in diesem Jahr gegründete Musikverein knüpfte mit dem Bürgermilitär freundschaftliche Bande und verpflichtete sich, an dessen Spitze marschierend, zum Spiel.

1905

 

1905 war dann ein großes Jahr für den Verein und für die Gemeinde. Das 100jährige Jubiläum wurde in Verbindung mit einer Fahnenweihe gefeiert. Ein Fest, zu dem über 12000 Besucher in Neuhausen zu Gast waren.

Wird in früheren Dokumenten von Bürger – Korps, Militär, Bürgermilitär, Militärgesellschaft oder Bürgergarde in Neuhausen gesprochen so hat sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung Bürgermilitär – Verein durchgesetzt. 1905 wird erstmals das heute noch verwendete Logo zusammen mit dem Schriftzug Bürgermilitär – Verein verwendet.

 

1918


Beschluß einer neuen Satzung und Eintragung ins Vereinsregister als rechtkräftiger Verein (e.V.)

 

1930

125jähriges Jubiläum

 

1945


Nach Ende des zweiten Weltkriegs mussten auf Geheiß der Alliierten alle Gewehre abgegeben werden. Das Ausrücken in Uniform war erst ab 1947 wieder erlaubt.

 

1953

Aus der Tambourabteilung wird durch die Ergänzung mit Pfeifern der Spielmannszug.

1954


Nach langen Verhandlungen konnten ausgemusterte Gewehre aus der Schweiz beschafft werden. Mit der Umbenennung in "Bürgergarde Neuhausen 1805 e.V." war die letzte Veränderung des Vereins abgeschlossen. Seither ist erstmals das angenommene Gründungsjahr 1805 im Vereinsnahmen enthalten. Im ganzen Land war die Garde mit ihrer schmucken Uniform und ihrer stattlichen Größe ein gern gesehener Gast.

 

1955


150-jähriges Jubiläum. Foto links.

1966


Landestreffen der Württembergisch/Hohenzollerischen Garden und Wehren. (Foto links)

 

1971


Spielmannszugtreffen des Landesverbandes Württemberg/Hohenzollern.

 

1976

aus dem Spielmannszug wird durch die Einbindung von Fanfarenbläsern der Spielmanns- und Fanfarenzug.

 

1980

 

175-jähriges Jubiläum und Landestreffen mit Garden und Wehren aus Württemberg/Hohenzollern, Baden, Hessen, Bayern, Tirol und Südtirol.

 

1987


Weihe zweier neuer Vereinsfahnen.

 

1993


Spiemannszugtreffen aus Anlass des 40jährigen Bestehens des Spielmanns- und Fanfarenzuges (Foto links)

2003

 

50-jähriges Jubiläum des Spielmanns- und Fanfarenzuges

2005


200 Jahre Bürgergarde verbunden mit dem 40. Landestreffen der Hohenzollerischen Garden und Wehren.

Die Bürgergarde in der Gegenwart

 

In den letzten Jahren hat die Garde an einer Reihe kirchlicher und weltlicher Feste (Amtseinsetzungen der Ortspfarrer beider Konfessionen, Jubiläen, Begrüßungen) teilgenommen und selbst Veranstaltungen durchgeführt.

Ihre selbst gewählte Verpflichtung zum Dienst am Nächsten ernst nehmend, veranstaltet die Garde seit 1968 jährlich unterhaltsame Seniorennachmittage.

Die Garde hat Kinderspielplätze eingerichtet und beteiligt sich am Sommerferienprogramm der Gemeinde. Auch an der Renovierung der Josefskapelle, der Lindenkapelle sowie der Liebfrauenkapelle am Friedhof ist die Garde durch tatkräftigen Einsatz der aktiven und passiven Mitglieder beteiligt gewesen.



Mitgliederstand zum 31.12.2014: Gesamt 373. Davon passive Mitglieder 208 und Aktive 132. Die Aktiven unterteilen sich in:

aktive unter Gewehr 31(1.Zu6 16  -  2. Zug 15)

Spielmannszug 29

Musikzug 59

Jugendgarde 8

ehemalige aktive Mitglieder 32



  Aktiv dabei sein - Im Spielmanns- und Fanfarenzug

Mannschaft unter Gewehr        in der  Jugendgarde


Dr. Michael Mayer

Tel.: 07158 64088

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Christian Pelkofer

Tel. 07158 69429

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