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Landestreffen Lauchheim

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3./4 Juli 2010: Landestreffen in Lauchheim. Da die Deutsche Nationalmannschaft das Viertelfinale erreicht hatte, wurde die Abfahrtszeit kurzfristig von 14:30 Uhr auf 13:00 Uhr vorverlegt, um rechtzeitig in Lauchheim anzukommen. Bei fast schon tropischen Temperaturen erreichten wir unser Ziel und bezogen die Nachtlager in den Klassenzimmern der Grundschule. Im Anschluss machten sich die Gardisten auf den Weg ins nahe gelegene Festzelt.

Da viele weitere Wehren ebenfalls vorzeitig anreisten, war zu Spielbeginn um 16:00 Uhr das Zelt schon gut zur Hälfte gefüllt. Die Veranstalter waren mit einer großen Videoleinwand gut vorbereitet, was man vom Getränkeausschank leider nicht sagen konnte. Es hatte den Eindruck, als träfe dieses Viertelfinalspiel überraschend über Lauchheim ein. Aber nach dem ersten Ansturm lief alles reibungslos, und keiner musste trocken das grandiose 4:0 unserer Mannschaft verfolgen. Die Stimmung im Festzelt war phänomenal: unser Musiker, die ihre Instrumente in weiser Voraussicht bereits mitgebracht hatten, stimmten unmittelbar nach dem Schlusspfiff die Nationalhymne an. Das ganze Zelt sang voller Inbrunst mit – ein toller Auftakt für dieses Festwochenende. Nachdem zwischenzeitlich auch die Spielleute ihre Instrumente geholt hatten, kamen beide Spielkörper ihrer freiwilligen Verpflichtung nach, und unterhielten die Festgäste und Gardisten noch eine starke halbe Stunde gemeinsam von der Bühne herab.

Um 20:30 Uhr nahmen wir Aufstellung zum Großen Zapfenstreich. Vor dem Abmarsch wurden noch drei Ehrungen von Fronleichnam nachgeholt: Gerd Maurer, Eckard Römer und Karl-Heinz Eisele bekamen ihre Ehrenzeichen nachgereicht. Um 21:00 Uhr wurde der Große Zapfenstreich auf dem Sportplatz hinter dem Zelt aufgeführt. Hierzu marschierte der Spielmannszug aus Crailsheim und die Stadtkapelle Lauchheim auf, flankiert von Fackelträgern der örtlichen Feuerwehr. Mittlerweile hatte die Hitze des Tages mit Temperaturen um die 33 Grad merklich nachgelassen, und so konnte die bunte Schar der Uniformierten recht entspannt der Aufführung zuhören. Es war eine gute Darbietung, wenn auch in einigen Teilen mit leichten Unsicherheiten.

Am nächsten Tag hatte es weiter abgekühlt, und auf dem Weg zum Frühstück sah man sich von drohend dunklen Wolken umzingelt. Da die Geistlichkeit, darunter auch Weihbischof Kreidler, Angst hatte von einem Gewitter überrascht zu werden, wurde der Feldgottesdienst kurzerhand ins Festzelt verlegt. Das Unwetter zeigte sich beeindruckt von dieser Entscheidung und verschonte uns vor einem Ausbruch. Nachdem Landeskommandant Oberst Harald Neu die Gardisten darauf hingewiesen hatte, dass in der „ Kirche“ Bierkrüge nichts auf dem Tisch verloren haben, konnte der Gottesdienst gefeiert werden.

Um die Mittagszeit setzte dann doch noch Regen ein, der aber zum Glück für Veranstalter, Teilnehmer und Gäste nach einer Stunde wieder aufhörte. So konnte der Festzug trockenen Fußes durchgeführt werden. Verstärkt von den zwischenzeitlich eingetroffenen Kameraden der Jugendgarde marschierten wir als 26. Von 36 Gruppierungen durch die Straßen der Kleinstadt. Die Strecke wurde arg in die Länge gezogen, was zur Folge hatte, dass die Zuschauer an der Strecke zum Teil recht dünn gesät waren. Im Zentrum dagegen säumten die Festzugbesucher dicht gedrängt beide Straßenseiten, ein schöner Abschluss eines vom Veranstalter gut organisierten Festwochenendes. Um 16:15 Uhr gingen unsere beiden Reisebusse wieder auf Heimatkurs. Am Bahnhofsgelände unserer Heimatgemeinde trafen wir uns mit den Kameradinnen und Kameraden vom Musikzug und beendeten ein gelungenes Festwochenende mit dem Einmarsch in den Flecken.