Fronleichnam ist ein römisch- katholischer Feiertag, das „Hochfest des Leibes Christi“. Die Fronleichnamsprozession in unserer Heimatgemeinde hat eine lange Geschichte: erste schriftliche Hinweise gehen auf das Jahr 1680 zurück. Als erste an diesem Feiertag sind mit Sicherheit die vielen fleißigen Hände auf den Beinen, die für die Gestaltung der drei Blumenteppiche verantwortlich zeichnen. Sie beginnen bereits um 3:30 Uhr mit ihrer Arbeit.
Auch die Kameradinnen und Kameraden vom Musikverein hatten eine kurzr Nacht: ab 5:00 Uhr erklingt ihr Weckruf der Tagwache an verschiedenen Orten des Fleckens.
Die Kameraden des Spielmannszuges waren von ihren Jubilaren zu einem Weißwurstfrühstück in den Proberaum des Vereinsheims eingeladen, bevor es um 9:00 Uhr Antreten vor dem Rathaus hieß. In gewohnter Weise wurden verdiente aktive Kameradinnen und Kameraden für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet:
10 Jahre
Georg Böckenhoff, Tobias Farr, Martin Mai, Christian Bolz, Stefan Bolz, Markus Dobmayer
20 Jahre
Johannes Stumpf
25 Jahre
Eckard Römer, Gerd Maurer, Jörg Zimmermann, Bernhard Bauer, Gottfried Niebling, Thomas Reyer
30 Jahre
Jürgen Heidi, Berthold Scheffold, Stefan Bayer, Thomas Ernst (Moltkestr.)
50 Jahre
Karl Bayer und Karl-Heinz Eisele
Christian Pelkofer wurde vorzeitig zum Unteroffizier befördert. Des weiteren können wir uns glücklich schätzen, sechs junge Kameraden im Spielmannszug begrüßen zu dürfen. Es sind dies (im Foto unten von links nach rechts): Fabian Ernst, Thomas Ernst, Kevin Gehrung, Maximilian Römer, Nico Eisele und Clemens Engstler.
Wie schon im Vorjahr war uns auch in diesem Jahr Petrus nicht wo0hlgesonnen: zu den Ehrungen zogen dunkle Wolken auf die sich alsbald zu entleeren begannen. So musste die Übergabe der Ehrenzeichen leider bei Niederschlag durchgeführt werden.
Bei immer noch anhaltendem Regen holten wir die Geistlichkeit vom Pfarrhaus zur Eucharistiefeier am Schloßplatz ab. Wohl hoffte Pfarrer Alfred Kirsch auf ein Einsehen von oben – aber dies stellte sich leider nicht ein. Unvermindert hielt der Regen an, so dass die Prozesssion in Frage gestellt war. Doch Pfarrer Kirsch ließ sich nicht beeindrucken: da wir eh schon nass sind, so seine Worte, kommt es jetzt auf etwas mehr oder weniger Regen auch nicht mehr an, und so nahm die Prozession unter erschwerten Bedingungen ihren Lauf.
Die Gemeinde nahm in folgender Reihenfolge Aufstellung zur Sakramentsprozession: Kreuz und Fahnen – Chor – Fahne – Kindergartenkinder – Fahne – Pfadfinder – Firmlinge – Spielmannszug und Musikverein – Erstkommunikanten – Bürgergarde – Ministranten – Fahnen, Glocken und - Rauchfass – Monstranz mit Allerheiligstem – Fahnen und Gemeinde. Mit Prozessionsmusik im Wechsel von Musik- und Spielmannszug ging es zum Altar vor dem Rathaus.
Von dort setzte sich die Gemeinde in Bewegung zum ersten Altar in die Bahnhofstrasse. Nach Evangelium, Lobpreis und Bitte, Segen und Schlusslied zog die Prozession weiter über die Wilhelm- und Schloßstraße zum zweiten Altar an der Mozartschule. Die liebevolle Gestaltung oblag, wie in den Jahren zuvor, Mitgliedern der Bürgergarde. Nach dem Segen geleiteten wir die Gläubigen zum dritten Altar in die Peter- und Paul Kirche.
Nach der Prozession traf sich ein Großteil der Gardisten im Vereinsheim des Musikvereins zum Mittagessen.Um 14:15 Uhr ließ Hauptmann Dr. Michael Mayer wieder alle Züge inklusive Jugendgarde antreten. Zwischenzeitlich hatte es endlich aufgehört zu regnen. Um 14:30 Uhr fand die feierliche Vesper in der Kirche statt.
Anschließend marschierten wir trockenen Fußes aber mit noch klammen Uniformen unter den Klängen des „Regimentsgruß“ vor dem Rathaus zum Festschiessen auf. Es folgten die gelungenen Schussfolgen der Mannschaft unter Gewehr: zuerst Salven beider Züge gemeinsam, gefolgt vom Zugfeder und dem Einzelfeuer. Dazwischen erklang Musik, im Wechsel von Spielmanns- und Musikzug vorgetragen.
Nachdem der Pulverdampf verzogen war, setzten sich die Züge der Bürgergarde ein letztes Mal am heutigen Tag in Bewegung um sich beim Gemeindefest der Bevölkerung zu präsentieren. Der Spielmannszug spielte „ Military Escort“ und gemeinsam mit dem Musikzug den „Bozner Bergsteigermarsch“ . Danach ließ Kommandant Dr. Michael Mayer wegtreten, nicht ohne sich vorher bei allen Gardisten für deren Mitwirken und die gute Disziplin zu danken.