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Der Jubilar rechts im Bild neben seiner Gattin


Am Freitag, 11. Juni marschierte die Bürgergarde Neuhausen mit allen Zügen auf dem Platz zwischen Saalbau und dem Kindergarten St. Elisabeth auf, um ihrem Ehrenvorstand Günther Knödler zum 70. Geburtstag zu gratulieren.

Der Spielmanns- und Fanfarenzug und der Musikzug begannen ihren Musikvortrag mit dem Präsentiermarsch, zu dessen Klängen der Jubilar zusammen mit Oberleutnant Rolf Holzer die Front abschritt. Zwischen den Musikstücken der anschließend aufgeführten Serenade konnten die Familie von Günther Knödler und die versammelten Festgäste einigen Grußworten lauschen.

Bürgermeister Ingo Hacker ging dabei auf die Zeit von Günther Knödler als Gemeinderat der Gemeinde Neuhausen ein. Er hob besonders heraus, dass es dem Jubilar zu verdanken sei, dass der Engel, geschaffen von Diane Herzogin von Württemberg, auf dem Schlossplatz eine neue Bleibe finden konnte. Denn Günther Knödler war es, der den Kontakt zum Hause Württemberg anlässlich dessen 200-jährigen Bestehens im Jahr 2006 hergestellt hatte. Bürgermeister Hacker bedankte sich aber auch für das Wirken im Gemeinderat über viele Jahre hinweg und wünschte dem Geburtstagskind für die Zukunft alles Gute.

Raphaela Schaller, die Vorsitzende des Musikvereins Neuhausen überbrachte die Glückwünsche ihres Vereins und bedanke sich bei Günther Knödler für seine nun mittlerweile 40-jährige Mitgliedschaft. Ihr besonderer Dank galt dem besonderen Interesse des Jubilars am Musikverein während seiner Vorstandschaft in der Bürgergarde. „Günther, du hattest immer ein offenes Ohr für die Belange des Musikvereins und warst um das Wohl eines jeden Musikers bemüht, und das nicht nur, weil deine Tochter Sylvia und dein Schwiegersohn Bernhard aktive Mitglieder des Vereins sind, sondern weil es dir ein persönliches Anliegen war.“

Vorstand Rupert Kohout von der Bürgergarde schloss sich den Glückwünschen an. Er danke Günther Knödler für die 27 Jahre, in denen die Verantwortung für den Verein in dessen Händen lag. Wollte man auf Alles im Detail eingehen, was der Jubilar in seiner Amtszeit bewegt habe, so könnte man ein abendfüllendes Programm damit gestalten. So beschränkte sich Vorstand Kohout nur auf einige Höhepunkte des langjährigen Wirkens:

Ein Landestreffen, verbunden mit dem 175-jährigen Jubiläum der Bürgergarde, zwei Spielmannszugtreffen und eine Fahnenweihe wurden unter Günthers Leitung in Neuhausen veranstaltet.
Die Vereinssatzung wurde dreimal geändert und den aktuellen Bedürfnissen angepasst.
Der Spielmannszug wurde mit einer Fanfarengruppe ergänzt. Der dadurch entstandene Spielmanns- und Fanfarenzug spielt für die Bürgergarde und die Freiwillige Feuerwehr.
Die Position der Bürgergarde an Fronleichnam wurde gestärkt. Die Gewehre dürfen wieder mit in die Kirche genommen werden.
Zwei Kapellen auf Gemarkung Neuhausen wurden renoviert.
Mit Einführung einer Totenmesse wird nun einmal im Jahr den Verstorbenen des Vereines im Rahmen eines Gottesdienstes gedacht.
Auf seine Initiative hin konnte die Bürgergarde 1975 in ihr Vereinsheim in der Mozartschule einziehen.

„Bei soviel Engagement“, betonte Vorstand Kohout, „ist es nicht verwunderlich, dass du natürlich für deine Arbeit auch entsprechend geehrt und ausgezeichnet wurdest. Von der Bürgergarde hast du die Verdienstmedaille in Gold, die Ehrenmedaille in Gold, und das Ehrenkreuz erhalten. Der Landesverband hat dir die Verdienstmedaille in Silber verliehen.

Du warst aber nicht nur in der Bürgergarde ehrenamtlich tätig, sondern auch viele Jahre Mitglied des Gemeinderates der Gemeinde Neuhausen. Für dieses ehrenamtliche Engagement hat dich das Land Baden-Württemberg mit der Verdienstmedaille des Landes ausgezeichnet. Der Höhepunkt an Auszeichnungen aber wurde erreicht, als dir für dein Schaffen am Fronleichnamstag, dem 11. Juni 1998, also an deinem Geburtstag, das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Roman Herzog verliehen wurde.“

Es folgte die Überreichung des Geschenkes: „Unser Geschenk an dich“, so Vorstand Kohout, „ besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus unserem Aufmarsch und der Aufführung einer Serenade und als zweites einem Präsent, das ich dir nun überreichen darf. Gesundheit ist ein wichtiges Gut im Leben eines Menschen. Wir wollen ein wenig dazu beitragen, dass du gesund und fit bleibst und überreichen dir deshalb einen Gutschein für Trainingseinheiten bei der Physiotherapie Rentschler. Neben dir steht deine Frau Josefine. In den 27 Jahren deiner Vorstandschaft hat sie dich oft entbehren müssen. Sie hat dich aber in dieser Zeit auch unterstützt und so dein Wirken erst möglich gemacht. Als kleine Entschädigung und als Dank überreiche ich Ihnen, liebe Frau Knödler, dieses Blumengebinde“.

Günther Knödler bedankte sich ganz herzlich für die Aufführung der Serenade und die Glückwünsche zu seinem Geburtstag. Er wünschte der Bürgergarde und dem Musikverein alles Gute für die Zukunft. Mit einem zufriedenen Blick auf die Jugendgarde, die an diesem Abend mit aufmarschiert war, und die jungen Musiker in den Reihen der beiden Spielkörper, bestand bei ihm kein Zweifel daran, dass beide Vereine noch lange weiter bestehen werden.

Nachdem die letzten Töne verklungen waren durften die Mitglieder von Bürgergarde und Musikverein zusammen mit Günther Knödler, seiner Familie und seinen Freunden im Saalbau den Geburtstag ausgiebig feiern.