Kinder der Natur etwas näher bringen, aber natürlich auch auf die Bürgergarde aufmerksam machen, dass erhoffen wir uns mit der Teilnahme am Sommerferienprogramm der Gemeinde. Auch in diesem Jahr konnten wir Revierförster Hartmut Scheuter für eine abwechslungsreiche und interessante Waldbegehung gewinnen. 35 Kinder versammelten sich erwartungsfroh am Schlossplatz. Nachdem die Teilnehmerliste abgehakt war, geleiteten sieben Begleiterinnen und Begleiter die Kinder zum Treffpunkt an der Lehmgrube.
Von dort übernahm Herr Scheuter die Führung. Der Weg führte zunächst Richtung Pfadfinderlagerplatz. Unmittelbar am Waldparkplatz entdeckten zwei aufmerksame Jungs einen merkwürdigen Auswuchs in gut zwei Meter Höhe an einer Eiche. Es handelt sich um ein verlassenes Nest des Eichenprozessionsspinners.
Diese Entdeckung nahm Förster Scheuter zum Anlass, die Kinder über die Gefährlichkeit des Aufgrund der Klimaveränderung immer häufiger auftretenden Insekts aufzuklären.
Im weiteren Verlauf der Exkursion erklärte uns Revierförster Scheuter, dass sich von den ca. 1000 Hektar Fläche des Sauhag ungefähr 200 in Privatbesitz befinden. Da dieser zum Teil nicht bewirtschaftet wird, bildet sich an vielen Stellen quasi wieder Urwald mit all seiner vielfältigen Flora und Fauna, ein Stück davon konnten wir in der Nähe des Pfadfinderlagerplatzes bestaunen.
Von nun an ging es quer durchs Unterholz zur Riedbrunnenquelle, die zu einem Teil zur Wasserversorgung Neuhausens beiträgt. An diesem Ort siedelten zur Frühzeit Kelten und Germanen, wie man auf Grund von diversen Fundstücken festgestellt hatte.
Weiter ging es zu einer Waldwiese, bei deren Betreten man aufpassen musste, nicht in einem der tiefen Löcher stecken zu bleiben. Auf die Frage von Herr Scheuter, um was es sich hierbei handele, erwiderten die aufmerksamen Zuhörer, dass dies bestimmt Dachsbauten sind. Sie hatten Recht. An manchen Stellen im Wald gibt es Bauten, die auf 1000 Jahre und älter geschätzt werden.
Im Laufe der Zeit stiegen die Temperaturen immer mehr in die Höhe, und auch Hunger und Durst machte sich langsam unter den Wanderern breit. Für diesen Fall war vorgesorgt.An der Zigeunereiche hatten Bruno Reinauer, unser Ehrenhauptmann, gemeinsam mit Peter Distel Biergarnituren aufgestellt und ein herrliches Grillfeuer entfacht, und etliche Spieße lagen auch schon bereit. Nicht nur am Grillen hatten die Kinder ihre Freude – ein naheliegender Tümpel war für einige zunächst wichtiger als Cola und Rote Wurst.
Nachdem sich die Kinder satt gegessen und im Anschluss noch ordentlich ausgetobt hatten, machten wir uns um 14 Uhr auf den Rückweg. Nicht nur die Kinder hatten Spaß, auch die Betreuer von der Bürgergarde und Revierförster Scheuter hat es viel Freude bereitet, mit den Kindern einen Tag im Wald zu verbringen.