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Der Fronleichnamstag begann nach alter Sittel um 5 Uhr in der Früh mit dem Spielen der Tagwache durch den Musikzug. Für den Spielmannszug begann der feierliche Tag mit einem üppigen Weißwurstfrühstück bei Kamerad Christian Bolz und Freundin Caro.

Um 8:45 dann Antreten vor dem Rathaus. In gewohnter Weise wurden verdiente aktive Kameradinnen und Kameraden für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet:
Für 10 Jahre Nicole Sust, für 15 Jahre Dietmar Ruf, für 20 Jahre Karl-Heinz Mayer, für 25 Jahre Birgid Schwind, für 30 Jahre Karlheinz Bolz, für 50 Jahre Alfons Maier, Gerd Miller und Wieland Volkert sen. Herzlichen Dank für die langjährige Treue zur Bürgergarde.

Schon während den Ehrungen zogen dunkle Wolken im Westen auf. Es kam wie es kommen musste: kurz vor dem Abmarsch setzte heftiger Regen ein. So mussten wir leider in strömenden Regen unter Stabführung von Tobias Zimmermann und Dirigent Heinrich Heck zum Pfarrhaus marschieren.
Da die Niederschläge mit unveränderter Härte auf uns niedergingen, wurde die Eucharistiefeier vom Schloßplatz in die Pfarrkirche verlegt. Im Laufe des Gottesdienstes hatte der Herr ein Einsehen und schloss die Schleusen. So konnte die Prozession mit noch klammer Uniform angegangen werden.

Die Gemeinde nahm in folgender Reihenfolge Aufstellung zur Sakramentsprozession: Kreuz und Fahnen – Chor – Fahne – Kindergartenkinder – Fahne – Pfadfinder – Firmlinge – Spielmannszug und Musikverein – Erstkommunikanten – Bürgergarde – Ministranten – Fahnen, Glocken und - Rauchfass – Monstranz mit Allerheiligstem – Fahnen und Gemeinde. Mit Prozessionsmusik im Wechsel von Musik- und Spielmannszug ging es zum Altar vor dem Rathaus.
Von dort setzte sich die Gemeinde in Bewegung zum ersten Altar in die Bahnhofstrasse. Nach Evangelium, Lobpreis und Bitte, Segen und Schlusslied zog die Prozession weiter über die Wilhelm- und Schloßstraße zum zweiten Altar an der Mozartschule. Die liebevolle Gestaltung oblag, wie in den Jahren zuvor, Mitgliedern der Bürgergarde. Nach dem Segen geleiteten wir die Gläubigen zum dritten Altar in die Peter- und Paul Kirche.

Nach der Prozession traf sich ein Großteil der Gardisten im Vereinsheim des Musikvereins zum Mittagessen. Nach der verdienten Pause ließ Hauptmann Dr. Michael Mayer um 14:15 Uhr wieder alle Züge inklusive Jugendgarde antreten. Um 14:30 Uhr fand die feierliche Vesper in der Kirche statt.

Anschließend marschierten wir unter den Klängen des „Regimentsgruß“ vor dem Rathaus zum Festschiessen auf. Es folgten die gelungenen Schussfolgen der Mannschaft unter Gewehr: Salven beider Züge gemeinsam, Zugfeuer, Einzelfeuer – unterbrochen von Musik im Wechsel von Spielmanns- und Musikzug.

Nachdem der Pulverdampf verzogen war, setzten sich die Züge der Bürgergarde ein letztes Mal am heutigen Tag in Bewegung um sich beim Gemeindefest der Bevölkerung zu präsentieren. Eigentlich wollten wir die anwesenden Gäste noch etwas musikalisch unterhalten, da aber schon wieder Regen eizusetzen begann, ließ Hauptmann Mayer schweren Herzens wegtreten, nicht ohne sich vorher bei allen Gardisten für deren Mitwirken und die gute Disziplin zu danken.