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Auch einige Wehren aus unserem Landesverband Württemberg/ Hohenzollern waren zu Gast im 1150 Jahre alten Tiengen, Teil der Stadt Waldshut- Tiengen. Anlass war der Schwyzertag mit dem Landestreffen der Bürgerwehren und Milizen aus Baden und Südhessen Ein 40- sitziger Bus der Fa Wurster brachte uns sehr komfortabel an unser Reiseziel. An Bord 21 Mann Spielmannszug und 10 Mann Mannschaft und Chargierte, davon fünf Mann unter Gewehr. Nach knapp drei Stunden Fahrt mit Unterbrechung erreichten wir Tiengen. Ein Thermometer an einem Geschäftshaus ließ darauf deuten, dass wir noch heftig ins Schwitzen geraten könnten: es zeigte 34 Grad an !

Nachdem die Quartiere in der Turnhalle bezogen waren, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Bei tropischen Temperaturen lauschten wir den musikalischen Darbietungen der verschiedenen Musikkapellen und Spielmannszüge auf der großen Bühne am Marktplatz. Die Kameradinnen und Kameraden waren wahrlich nicht zu beneiden in voller Montur bei diesen Temperaturen die Gäste zu unterhalten.

Schon auf 20:30 war Antreten für den um 22:00 Uhr beginnenden Großen Zapfenstreich im Langensteinstadion. Bald wurde klar warum so bald: eine gute ¾ Stunde marschierten wir, durch teilweise menschenlehre Wohnviertel, bis wir den Sportplatz erreichten. Nach einer weiteren Ehrenrunde nahmen wir Aufstellung und konnten einen musikalisch sehr gelungenen Zapfenstreich der Stadtmusik Tiengen und dem Spielmannszug der Bürgerwehr hören.

Nach dem Ende der Zeremonie sollten alle Gruppierungen wieder zurück zum Aufstellungsort marschieren. Unser Tambour wollte uns aber für die Aufgaben des nächsten Tages schonen, und so scherten wir in der Nähe unseres Quartiers aus dem Zug aus. Darüber waren alle sehr dankbar.

Den weiten Weg zum Frühstück am Sonntagmorgen in die Stadt scheute ein Großteil der Gardisten. Statt dessen wurde am Bus gevespert. Die Küche blieb kalt, es gab „Kalten Kaffee“ in Form von Cola oder Wasser, was im Bus reichlich vorhanden war, dazu reichlich Büchsenwurst, Landjäger und Käse aus den privaten Beständen, zur Unterhaltung erklang aus dem Inneren des Reisebus Partymusik.

Der Ökumenische Feldgottesdienst fand um 9:30 Uhr ebenfalls im Stadion statt. Der Aufmarsch sollte wie zum Zapfenstreich erfolgen. Die Bürgergarde Neuhausen zog es aber vor in der Nähe des Quartiers auf die Garden und Wehren zu warten, um dann an der richtigen Stelle einzuscheren. Bei den schon wieder sehr heißen Temperaturen sollten die Sanitäter im Verlauf des Gottesdienstes viel Arbeit bekommen. Auch wir hatten einen Verlust zu beklagen: Kamerad Eugen Eisele wurde in die Knie gezwungen. Geleitet von Kamerad Roland Kaiser ging es zum Feldlazarett. Eugen ging es schon bald wieder besser, aber die Sanis empfahlen ihm von weiterem Marschieren am heutigen Tag abzusehen. So blieben von fünf Mann unter Gewehr zum Festzug am Nachmittag gerade noch drei übrig. Die Lage verbesserte sich aber, da im Verlauf des Vormittags Leutnant Jürgen Zahn mit fünf Junggardisten eintraf.

Zum Mittagessen verdunkelte sich der Himmel über dem Breisgau, und tatsächlich setzte auch bald kräftiger Regen ein. Es war das schlimmste zu befürchten, aber Gott sie Dank schlossen sich bis zu Beginn des Festzugs die Schleusen wieder. Die Bürgergarde Neuhausen marschierte als 25. Stelle von 45 Mitwirkenden Gruppierungen.

Schon am Samstag hatten wir angesichts der langen Fahrt beschlossen, direkt nach dem Festzug abzufahren. Gegen 18:00 Uhr verließen wir am Bahnhofsgelände den Bus, der ohne Halt von Tiengen nach Neuhausen durchfahren konnte! Wie es die Tradition verlangt, marschierten wir mit klingendem Spiel in den Flecken ein, und beendeten damit ein schönes und kurzweiliges Wochenende.